Aufsichtsrat stimmt für Veränderungen

Der Aufsichtsrat des Harzklinikums Dorothea Christiane Erxleben hat für ein umfangreiches Zukunftspapier gestimmt. Beschlossen wurde, die medizinischen Leistungen in dem kommunalen Krankenhaus mit seinen Kliniken in Blankenburg, Quedlinburg und Wernigerode weiter zu ordnen. Aufsichtsratsvorsitzender Landrat Thomas Balcerowski: „Diese Strukturveränderungen waren fällig. Wir haben jetzt einen richtigen Beschluss gefasst. Wir sagen damit Ja für eine auch in Zukunft bestmögliche Medizin an unserem kommunalen Harzklinikum.“

Die Fotomontage zeigt die Krankenhäuser in Quedlinburg, Blankenburg und Wernigerode (von links), die gemeinsam das kommunale Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben bilden. Foto/Montage: Harzklinikum
Die Fotomontage zeigt die Krankenhäuser in Quedlinburg, Blankenburg und Wernigerode (von links), die gemeinsam das kommunale Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben bilden. Foto/Montage: Harzklinikum

Quedlinburg (pm). In der Sitzung haben sich die Mitglieder des Aufsichtsrats mit großer Mehrheit für Strukturveränderungen ausgesprochen. Demnach werden künftig die Traumatologie (Unfallheilkunde) und Orthopädie (Erkrankungen des Bewegungsapparates) in Quedlinburg sowie die Kinderheilkunde in Wernigerode konzentriert. Das Ziel dabei ist, die bestehenden Behandlungszentren zu stärken, spezialisierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie moderne Medizintechnik dort zu konzentrieren. Für die bislang in diesen beiden Häusern bestehende Frauenklinik sieht der Beschluss vor, dass es die Geburtshilfe in Zukunft ausschließlich in Wernigerode geben wird. Hingegen werden Operationen im Bereich der Gynäkologie (Frauenheilkunde) vorrangig in Quedlinburg vorgenommen.

In einer intensiven Aussprache hat sich der Aufsichtsrat noch einmal mit den Gutachtervorschlägen und den daraus entwickelten Vorschlägen aus dem Harzklinikum befasst. Zum Beschluss gehört, dass in allen medizinischen Bereichen, die jetzt neu geordnet werden, umfangreiche ambulante Angebote geschaffen, beziehungsweise bestehende erweitert werden. So werden auch künftig in Wernigerode Patienten traumatologisch erstversorgt. Eine Notfallbehandlung wird es in der Kinderheilkunde auch weiter in Quedlinburg geben.

Abweichend vom Gutachtervorschlag gibt es keinen kompletten Wechsel der Frauenklinik von Quedlinburg nach Wernigerode. Stattdessen werden stationäre gynäkologische OPLeistungen in Quedlinburg und die Geburtshilfe in Wernigerode konzentriert, dort hat auch künftig das zertifizierte Brustzentrum Harz seinen Sitz. Im derzeit errichteten Klinikneubau in Wernigerode sind ein Mutter-Kind-Zentrum mit modernen Kreißsälen in unmittelbarer Nähe zur Neonatologie (Intensivstation für Früh- und Neugeborene) und eine noch stärker familienorientierte Wochenstation geplant. In der Geburtshilfe wird künftig ein höherer Bedarf in der Betreuung von Risikoschwangerschaften erwartet. Mit den Aufbau einer zentralen Geburtsstation am Harzklinikum in Wernigerode wird dieser Entwicklung Rechnung getragen.

Mit diesen Strukturveränderungen reagiert das Harzklinikum auf weitreichende Änderungen in der Gesundheitspolitik: erhebliche Veränderungen im Finanzierungssystem, sinkende Patientenzahlen, der Trend zu weniger stationären, stattdessen zunehmend ambulanten medizinischen Leistungen, Kostendruck, Fachkräftemangel. Daher gilt es, Doppelstrukturen zu meiden, Synergien zwischen den Häusern zu verstärken und ressourcensparend in einem schwieriger werdenden wirtschaftlichen und personellen Umfeld zu agieren.

In ihrer Aussprache haben die Aufsichtsratsmitglieder betont, dass sie den Weg zu einer weiteren medizinischen Entwicklung am Harzklinikum ausdrücklich unterstützen. Ds Ziel aller Veränderungen müsse sein, auch künftig die Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen, das kommunale Krankenhaus medizinisch weiter zu entwickeln.

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