Bürgermeistermeister Barleben will 4 Mio. investieren

Was machen wir aus diesem angeschliffenen Diamanten Jersleber See, wie entwickeln wir ihn?“ Das fragt sich die Gemeinde Barleben und allen voran Bürgermeister Frank Nase schon seit geraumer Zeit. Ihn hat längst der Ehrgeiz gepackt: „Ich möchte den ‚Jersleber‘ zum besten Naherholungsgebiet Sachsen-Anhalts machen. Seine Lage und die verkehrstechnische Anbindung sprechen dafür, dass der See mit guten Angeboten zumindest von Ostern bis Oktober nachgefragt sein könnte.“

Das Erholungsgebiet am Jersleber See soll weiter entwickelt werden. Foto:  Ariane Amann
Das Erholungsgebiet am Jersleber See soll weiter entwickelt werden. Foto: Ariane Amann

Barleben/Jersleber See (pm). Barleben hatte den Freizeit- und Tourismusfachleuten von der IFT Freizeit- und Tourismus GmbH aus Potsdam 40 eigene Ideen an die Hand gegeben. Nun liegt die als Leader-Projekt geförderte 90seitige Machbarkeitsstudie vor. Darin wurde mit dem Blick von außen die Situation betrachtet und diese mit objektiven Daten untersetzt. Potentiale tun sich auf.

„Das lässt greifbare Visionen zu“, schätzt Frank Nase ein, „so können wir uns mit anderen vergleichen und im Markt wiederfinden. Mich hat jedoch überrascht, dass die Studie gezeigt hat, wie weit weg wir uns von anderen Anbietern befinden.“ Die allerwichtigste Frage, die es nun durch den Gemeinderat zu entscheiden gilt, ist die: soll das Naherholungsgebiet einem Investor überlassen werden oder investiert die Gemeinde selbst oder - so Variante drei – teilen sich Gemeinde und Investor in die Aufgabe, das Naherholungsgebiet zu erneuern und zu entwickeln. Fünf potentielle Investoren stehen Schlange.

Aber wenn es nach Frank Nase geht, macht es die Gemeinde allein und nimmt richtig Geld für den Jersleber See in die Hand. Investitionen für rund 4 Millionen Euro sind nötig, damit die im Dornröschenschlaf versunkene Freizeitoase bei Gästen wieder mehr gefragt ist und letztlich Gewinn einspielt. Vieles auf der Anlage sei nicht mehr zeitgemäß, stellt die Studie fest, es fehle an ergänzenden Zusatzangeboten für längere Aufenthalte: Mietzelte, Mobilheime und Mietwohnwagen verschiedener Ausstattungen, Ausleihstationen für Elektro-Boote und E-Bikes, Wasserlandschaft mit Trampolin und Luftkissen sowie eine Erlebniswasserrutsche.

Der Bürgermeister stellt sich moderne Unterkünfte und Gastronomie vor – aber kein Hotel. Er möchte Wellness- und Kurzurlauber anlocken, Familien und Senioren. Eine Entwicklung zum Urlaubs- und Freizeitresort der Premium-Klasse sollte anvisiert werden, empfehlen die Fachleute. „Wir könnten auch Angebote zu Ferienfreizeiten und Klassenfahrten unterbreiten und dann faktisch im nationalen und internationalen Kontext mithalten. Einen Tag- und Nacht-Einkaufsmarkt kann ich mir gut vorstellen, genauso moderne Freizeit- und Sportanlagen, zum Beispiel Strandvolleyball. Unerlässlich auch W-LAN am Strand,“, so das Oberhaupt der Einheitsgemeinde. Frank Nase ist optimistisch: „Nächstes Jahr wollen wir richtig Gas geben.“

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