Virtuelle Wiederauferstehung von Festungsanlagen

Projekt zur Erhaltung der Festungsanlagen tagte virtuell

Beim Projekt Recapture the Fortress Cities, das sich um die Sanierung von noch erhaltenen Festungsanlagen bemüht, sind vor kurzem wichtige Projekthöhepunkte gefeiert worden.

Das Ravelin 2 ist eine der zu bewahrenden Festungsanlagen in Magdeburg. Foto: Landeshauptstadt
Das Ravelin 2 ist eine der zu bewahrenden Festungsanlagen in Magdeburg. Foto: Landeshauptstadt

Magdeburg (pm). Die Stadt Magdeburg musste einen großen Teil ihrer historischen Bausubstanz in zwei verheerenden Kriegen einbüßen. Mit den Resten der altstädtischen und preußischen Festungsanlagen verfügt sie jedoch noch über beeindruckende steinerne Zeugen vergangener Zeiten. Seit 2019 ist die Landeshauptstadt gemeinsam mit Regionen in Tschechien, Belgien, Spanien, Rumänien, der Slowakei und Griechenland Partner im Interreg-Europe-Projekt „Recapture the Fortress Cities“. Bei einem Studienbesuch der europäischen Partner wurden am 9. März einige ausgewählte Projekte aus dem Bereich der Magdeburger Festung vorgestellt. Die RFC-Partner reisten für den Studienbesuch zunächst virtuell nach Magdeburg, um einen Eindruck von den hiesigen Festungsanlagen und damit verbundenen Projekten zu bekommen. Durch rege Beteiligung einiger Magdeburger Akteure konnten die Stadt und ihre Festungsschätze in ihrer Vielfalt präsentiert werden.

So erläuterte Christian Szibor die Entwicklung der Festung Mark zu einem der beliebtesten Magdeburger Veranstaltungszentren. Anschließend wurde der Sanierungsverein „Ravelin 2“ e. V. von Josephine Kroneberg als ein erfolgreiches Beispiel ehrenamtlicher Bürgerbeteiligung mit Nutzung für lebendige Geschichte und Festungstourismus präsentiert. Zentrale Projekte sind unter anderem die Einbeziehung der Festungsanlagen in das städtische Grünsystem und in das gemeinsame Tourismusleitsystem der Stadt, die weitere Erschließung und Nutzung des Potentials noch unzureichend oder nicht genutzter Festungsteile, die gemeinsame Vermarktung der Festungsprojekte sowie die Weiterentwicklung regionaler und internationaler Netzwerke.

Festungsanlagen machen Geschichte lebendig

Die Teilnehmenden waren sich einig, dass die Einbeziehung der Festungsorte in das geplante einheitliche Tourismusleitsystem ein erster wichtiger Schritt sein muss. So sollen alle bereits erlebbaren Orte mit Infotafeln ausgestattet werden. Als besonders interessant gilt die Möglichkeit der „virtuellen Wiederauferstehung“ bereits verloren gegangener Festungsarchitektur wie der Zitadelle. In künftigen Treffen wird über weitere konkrete Ideen, wie den äußeren Festungsgrünring, für den Aktionsplan diskutiert, der vom Magdeburger Stadtrat zur Umsetzung beschlossen werden soll.

Weitere Informationen über das Projekt zur Erhaltung der Festungsanlagen finden Interessierte unter Interreg-Partner des Projekts "Recapture the Fortress Cities" (magdeburg.de)

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