Vielseitiges Kunstschaffen

In gut vier Monaten, am Donnerstag, 29. Oktober, ist geplant, dass Wernigerodes Stadtratsmitglieder den Kunstpreis der Stadt Wernigerode an Rainer Ehrt vergeben. 

Wird für sein vielseitiges und außergewöhnliches Kunstschaffen geehert: Rainer Ehrt.Foto: privat
Wird für sein vielseitiges und außergewöhnliches Kunstschaffen geehert: Rainer Ehrt.Foto: privat

Wernigerode (pm). Der Preisträger wird von der Jury für sein vielseitiges und außergewöhnliches Kunstschaffen geehrt, die das Ansehen der Stadt seit langem überregional fördern.
Rainer Ehrt verbrachte seine Kindheit und Jugend im Harz. Der 1960 in Elbingerode geborene Künstler besuchte die EOS „Gerhart Hauptmann“ in Wernigerode. Nach Abitur und Armeedienst studierte er Industriedesign an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung in Halle an der Saale (heute Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle), welches er aber nach zwei Semestern abbrach, um seiner Leidenschaft – der Illustration, Zeichnung und Malerei – zu folgen. Er widmete sich ganz der bildenden Kunst und arbeitete zunächst als Druckereiarbeiter in Halle und Leipzig. 1983 nahm er im Studiengang Grafik und Illustration seine künstlerische Ausbildung in Halle wieder auf, wo er 1988 sein Diplom erhielt.

Erste Erfahrungen als Grafikdesigner, Illustrator und Plakatgestalter sammelte er für das Hans-Otto-Theater in Potsdam, den Progress-Filmverleih und verschiedener Berliner Verlage. 1993 gründete er seine Künstlerbuch-Edition „Edition Ehrt“. Hier erscheinen bibliophile Künstlerbücher und Mappenwerke. Bis heute erschafft der bildende Künstler satirische Druckgrafiken, Illustrationen, Radierungen, Siebdrucke, Holzschnitte, zeitkritischen Cartoons und freie Zeichnungen. Hinzu kommt seit 2000 zusätzlich die Malerei und die Bildhauerei. Seine vielfach ausgezeichneten Kunstwerke sind von Humor und einen besonders feinen Sinn für Ironie gekennzeichnet. So verwundert es nicht, dass seine Cartoons und satirischen Zeichnungen von vielen namenhaften Zeitungen und Verlagen veröffentlicht werden.