Neuer RuheForst in Krumke

Letzte Ruhe auf dem Waldfriedhof Krumke

Andreas Graf von Bernstorff in Vertretung seines Sohnes des Forstbesitzers Adrian von Bernstorff, Betriebsleiter Ralf Abbas, Geschäftsführer Jost Arnold der RuheForst GmbH und der Bürgermeister der Hansestadt Osterburg, Nico Schulz, eröffneten kürzlich den 71. RuheForst in Deutschland, betriebsintern.

Das Team um Annegret Spillner mit Andreas Graf von Bernstorff im neuen RuheForst Krumke .Fotos: EHG Osterburg
Das Team um Annegret Spillner mit Andreas Graf von Bernstorff im neuen RuheForst Krumke .Fotos: EHG Osterburg

Krumke (pm). Sachsen-Anhalt hat somit vier RuheForst Orte, davon einen in der Einheitsgemeinde Osterburg, in Krumke. Als Eröffnungs-Akt wurde ein Band durchtrennt und damit offiziell der RuheForst eröffnet. Am 27.09.2018 wurde der Grundsatzbeschluss durch den Stadtrat zur Einrichtung eines RuheForstes in der Gemarkung Krumke gefasst. Eigentümer des Waldes ist Adrian von Bernstorff, der gleichzeitig Antragsteller war und Betreiber des RuheForstes ist. Laut Bestattungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt sind die Gemeinden verpflichtet, Friedhöfe anzulegen, zu unterhalten und zu erweitern, wenn dafür ein öffentlicher Bedarf besteht. Somit wurde Mitte Februar die Errichtung und der Betrieb eines RuheForstes in Krumke durch den Stadtrat beschlossen.

Eine Waldfläche mit einer Größe von 4,5 Hektar wurde in einen öffentlichen Waldfriedhof umgewidmet und die Friedhofsatzung für die Benutzung des RuheForstes angepasst. Adrian von Bernstorff hat damals das Projekt dem Bürgermeister vorgestellt und er war gleich begeistert. „Jeder weiß, wie schwierig es ist mit dem Thema umzugehen.“ so Andreas Graf von Bernstorff. Desto überraschender waren dann die positiven Resonanzen aus der Bevölkerung für den Bürgermeister Nico Schulz. Die Bäume sollen den Familien in den schwersten Stunden einen Trost spenden und gleichzeitig eine wichtige Anlaufstelle für Menschen aus der Altmark sein. Der Ort Krumke passt dafür sehr gut, die Kombination mit dem Park nebst dem Kavalliershaus mit Annegret Spillner und ihrem Team ist dazu eine schöne Ergänzung.

Die Einheitsgemeinde hat mit dem RuheForst was Besonderes in der Region, stellte der Geschäftsführer der RuheForst GmbH dar. Der Andachtsplatz ist bewusst einfach gehalten und fügt sich somit gut in den Wald ein. Aus Erfahrung weiß er, dass 50 % vorsorgen und das ist im Ruhe Forst möglich. Schon zu Lebzeiten können die Leute sich einen Baum aussuchen, es geregelt wissen und sind somit oft entspannter. Weiterhin dankte er auch der Familie von Bernstorff, dass Sie jetzt die Forstwirtschaft aussetzen und wünscht Ihnen für das Projekt viel Kraft. Eine Eröffnung durfte nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, aufgrund der aktuellen Corona-Lage. Eine offizielle Eröffnungsveranstaltung wird im Spätsommer erwartet, zusammen mit allen Beteiligten, die den RuheForst ermöglicht haben.

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