Kirche in Not - Hilfe naht

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat in einer Ausgabe ihrer Zeitschrift „Monumente“ um Unterstützung für die Sanierung der Kirche Kermen geworben. 

Die Kermener Kirche. Foto: Gerhard Block
Die Kermener Kirche. Foto: Gerhard Block

Kermen (bl/lin). „Deutschlandweit gab es eine alle Hoffnungen übersteigende Resonanz. Die Sammlung ist noch nicht abgeschlossen, aber das mitgeteilte Zwischenergebnis macht große Hoffnung auf die Umsetzung der Planungen“, teilte der Zerbster Pfarrer Albrecht Lindemann mit. Zudem gab es eine ganze Reihe schriftlicher und telefonischer Nachrichten von Menschen, die sich interessieren und engagieren.

Das Protokollbuch des Gemeindekirchenrates Kermen dokumentiert eine Gemeindeversammlung im April 1970, mit einem Tagesordnungspunkt: „Schließung der Kirche Kermen“. „Es kommt zur Abstimmung. Die Frage lautet: Sind sie bereit, ihre Kirche für Gottesdienste, Taufen und Trauungen zu schließen, ihre Kirche in eine Beerdigungskapelle umzuwandeln, auf eine Eigenständigkeit zu verzichten und in Zukunft die Gottesdienste mit der Gemeinde Eichholz in der Kirche zu Eichholz zu halten?“ Die versammelte Gemeinde und der Gemeindekirchenrat Kermen stimmten einstimmig für diesen Vorschlag. Anwesend waren 26 Gemeindeglieder.

Am 15. Januar 1971 bestätigten beide Gemeindekirchenräte diesen Beschluss und damit die Fusion der beiden Kirchengemeinden. Die Fenster der Kirche werden mit Glasbausteinen verschlossen. „50 Jahre später öffnet sich wieder eine Tür für den Erhalt der Kirche. Wir wollen sie nutzen. Es geht eine herzliche Einladung zum vermutlich letzten Gottesdienst vor der Sanierung in Kermen, am Montag, 29. Juni, 14 Uhr (Peter und Paul-Tag).