Nachfolgerin von Anja Grasmeier

Seit Ende August gibt es ein neues Gesicht am hiesigen Theater. Es gehört zu Julia Morawietz, die als neue Theaterpädagogin die Nachfolge von Anja Grasmeier antritt. Die 40-Jährige stammt gebürtig aus Hannover – ist in den vergangenen Jahrzehnten aber in der ganzen Welt unterwegs gewesen.

Julia Morawietz tritt als Theaterpädagogin die Nachfolge von Anja Grasmeier am Theater in Halberstadt an. Foto: Dr. Maria Lang
Julia Morawietz tritt als Theaterpädagogin die Nachfolge von Anja Grasmeier am Theater in Halberstadt an. Foto: Dr. Maria Lang

Halberstadt (la). Die 40-Jährige stammt gebürtig aus Hannover – ist in den vergangenen Jahrzehnten aber in der ganzen Welt unterwegs gewesen. „Nach dem Abitur und meiner Tanzausbildung bin ich nach Italien gegangen, wo ich in Florenz und Rom 15 Jahre verbracht habe, unterbrochen von kurzen Aufenthalten in Köln und Ljubljana“, erzählt sie. 2013 ging es weiter nach London und im Anschluss für zwei Jahre nach Tel Aviv. „Als ich dann mit 36, also 2016, aufgehört habe zu tanzen, habe ich eine neue Aufgabe gesucht und angefangen Regieassistenz und Choreographie in Magdeburg zu studieren. Dabei habe ich gemerkt, dass Regie nicht so meins ist, Choreographie dafür umso mehr“, erinnert sich Julia Morawietz. „Außerdem war mir klar, da ich schon lange Zeit nebenbei Tanz unterrichtet habe, dass ich etwas mit Pädagogik machen möchte.“ Auch der Ort war recht schnell klar: „Es sollte definitiv in Deutschland sein“, sagt sie, „da es hier so eine unglaubliche Theaterlandschaft gibt. In Italien hätte beispielsweise eine Stadt wie Halberstadt kein Drei-Sparten-Theater.“

Apropos Halberstadt: Die Domstadt lernte Julia Morawietz bereits während ihrer Zeit in Magdeburg kennen – betreute sie doch im ersten Halbjahr 2020 das Theaterprojekt des AWZ „Die sieben Todsünden“ (GA berichtete). Als dann die Stelle am Theater frei wurde, habe sie nicht lange überlegt und sich beworben. „Meine bisherigen Wohn- und Arbeitsorte waren auch meist Zufall. Wenn es etwas interessantes zu tun gibt, ist mir nicht so wichtig, wo das ist“, erklärt Julia Morawietz. Viel wichtiger sei ihr stattdessen, dass junge Menschen ins Theater gingen, sagt sie. Sie wolle Leute mit dem Theater in Verbindung bringen und Berührungsängste abbauen.


„Ich fühle mich hier aber auch sehr wohl“, ergänzt sie, „und finde Halberstadt ist eine schöne Stadt – auf die die Halberstädter aber durchaus ein bisschen stolzer sein könnten und sollten.“ Auch, dass es ein kleines Theater sei, störe sie gar nicht – ganz im Gegenteil: „So ist der Kontakt zu allen anderen viel persönlicher und die Wege sind kürzer“. Viele Projekte ihrer Vorgängerin werde sie fortführen, wie den Theaterjugendclub, das Schülertheatertreffen oder den Zukunftstag, aber auch einige eigene neue Ideen, beispielsweise die „Szenische Schreibwerkstatt“, umsetzen. Man darf also gespannt sein.

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