Strategiewechsel: Anrufe für Impftermine nicht mehr nötig

Impfen scheint derzeit die beste Lösung zu sein, um der Corona-Pandemie Herr zu werden. Neben mangelndem Impfstoff ist jedoch vor allem die Vergabe der Impftermine momentan ein großes Problem. „Die Telefone laufen heiß bei uns, wir bekommen Mails und Briefe“, erläutert Landrat Thomas Balcerowski die zum Teil dramatische Lage.

Ab Ende Februar werden Impftermine im Harz per Post zugestellt und zusätzliche Impfstellen eingerichtet. Landrat Thomas Balcerowski (re.) und Marcus Weise, Vertreter des Städte- und Gemeindebundes, informierten in einem gemeinsamen Pressegespräch über die neue geplante Vorgehensweise. Foto: Dr. Maria Lang
Ab Ende Februar werden Impftermine im Harz per Post zugestellt und zusätzliche Impfstellen eingerichtet. Landrat Thomas Balcerowski (re.) und Marcus Weise, Vertreter des Städte- und Gemeindebundes, informierten in einem gemeinsamen Pressegespräch über die neue geplante Vorgehensweise. Foto: Dr. Maria Lang

Harz (pm/la). „Der zunächst impfberechtigten Bevölkerungsgruppe, den über 80-Jährigen, bereitet das Buchen eines Termins über die bekannten Systeme große Sorgen.“ Und so wurde nach anderen Lösungen gesucht. Gemeinsam mit Städte- und Gemeindebund und den einzelnen Bürgermeistern entschied man, statt ein zentrales Impfzentrum für den gesamten Landkreis vorzuhalten, zusätzliche Impfstellen in den einzelnen Gemeinden zu schaffen. „Zum einen wollen wir so kurze Wege anbieten und zum anderen die Vergabe der Termine vereinfachen“, erläutern Landrat Balcerowski und Marcus Weise vom Städte- und Gemeindebund beim gemeinsamen Pressetermin.

Rathäuser und Verwaltungen vergeben Impftermine

Die Vergabe der Termine erfolgt zukünftig dann über die Rathäuser und Verwaltungen, die die Bürger (entsprechend der Impfstrategie des Bundes) direkt anschreiben und zur Impfung einladen. „Die Bürger müssen also nicht mehr versuchen, selbst Termine zu bekommen“, erklärt Balcerowski den großen Vorteil. „Wir bitten deshalb alle darum, auf diese Anschreiben, mit denen Ende des Monats begonnen wird, zu warten. Darin ist das weitere Vorgehen genau erklärt.“

Die Räumlichkeiten, die zum Großteil bereits gefunden sind, sowie das Personal werden durch die jeweiligen Gemeinden gestellt, der Landkreis kommt dann mit seinen vom Impfzentrum in Quedlinburg ausgestatteten Impfteams in die Regionen. „Wir haben 184.000 Personen über 18, die geimpft werden könnten im Landkreis. Wenn wir von den für eine Herdenimmunität nötigen 60 Prozent ausgehen, sind das 110.000 Bürger“, erläutert Landrat Balcerowski. „Ein Impfteam schafft am Tag 100 Impfungen. Mit den geplanten 20 Teams bräuchten wir also 55 Tage für den ersten Impfdurchgang, vorausgesetzt es ist genügend Impfstoff da.“

Auch wenn noch etwas Geduld gefragt sei, wolle man mit dieser Strategie auch zeigen, dass man für die Bürger da ist, sagen Balcerowski und Weise einstimmig, Das Ganze werde ein enormer Kraftakt und ein großer Stresstest für die Verwaltung in Kreis und Kommunen, man sei aber sicher, so die beste Lösung gefunden zu haben.

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