Glückwunsch! Union Schönebeck wird 160

Union Schönebeck: Leichtathletik auf Weltklasseniveau

Der Grundstein für den heutigen Verein Union Schönebeck wurde 1861 gelegt. 2021 feiert der Verein somit sein 160-jähriges Bestehen. Doch nicht nur das 160-jährige Bestehen soll gefeiert werden. Die Athleten Blicken voller Hoffnung auf kommende Wettkämpfe, den 15. Solecup und das traditionelle Vereinssportfest am 15. Juli 2021.

Union Schönebeck 1861 feiert. Zum 160-jährigen Bestehen wünschen sich die Athleten wieder traditionelle Wettkämpfe. Foto: Archiv GA
Union Schönebeck 1861 feiert. Zum 160-jährigen Bestehen wünschen sich die Athleten wieder traditionelle Wettkämpfe. Foto: Archiv GA

Schönebeck (eb). Im Jahr 2016 fusionierten die Vereine Schönebecker SC und Schönebecker SV zu Union. Somit steht die Feier auch im Zeichen der Fusion. Jeden Mittwoch werden zu diesem Anlass die Abteilungen von Union 1861 Schönebeck vorgestellt. Als dritte Abteilung stellen sich die Leichtathleten aus der Elbestadt vor. Die Anfänge der heutigen Abteilung Leichtathletik von Union 1861 fallen in das Jahr 1946. Unter dem damaligen Vereinsvorsitzenden Heinrich Nieter begannen einige Sportler mit dem Trainings- und Wettkampfbetrieb im Laufen, Springen und Werfen. Dabei fand sich in den Rekordbüchern des Leichtathletikverbandes Sachsen-Anhalt unter anderem der Name Ernst Nassau, der für den MTV Schönebeck startete und in den Jahren 1926/27 den Landesrekord auf der Marathonstrecke innehatte. Er lief 1927 in Leipzig die 42,195 Kilometer in zwei Stunden und 48 Minuten.

Mit der Gründung der BSG Chemie Schönebeck im Jahr 1950 waren die Leichtathleten fortan als Sektion unter der Leitung von Günter Bodenburg in der Elbestadt organisiert. Die Vereinsfarben waren traditionell „grün/weiß“. Als 1952 das Stadion der Chemiewerke an der Magdeburger Straße eingeweiht wurde, besaßen die Leichtathleten eine für damalige Verhältnisse moderne Sportstätte mit einer 400-Meter-Laufbahn und Anlagen für Sprung- und Wurfdisziplinen. Die Anzahl der Mitglieder wuchs dadurch schnell von zehn auf über 50.

Unter der Leitung von Hans Weber ab 1977 „wuchs“ die Sektion Leichtathletik der BSG Chemie Schönebeck schnell auf 230 Mitglieder an. Im Jahr 1990 erfolgte dann die Umbenennung des Vereins in Schönebecker SC. Weber war es auch, der den Anfang 1998 entstandenen Plan zur Modernisierung des Stadions und seiner Anlagen in Angriff genommen hat. Mit Hilfe der Stadtverwaltung Schönebeck, der GESAS, dem Kreissportbund und dem Arbeitsamt Schönebeck wurde das 1,9-Millionen-Projekt in nur einem Jahr realisiert. Die feierliche Einweihung dieser modernen Wettkampfanlage mit sechs Kunststoffrundbahnen und elektronischer Zeitmessung fand am 7. Juli 1999 mit einem Staffellauf statt. Seit April 1999 leitet Dirk Braune die Abteilung Leichtathletik. Das Team der Leichtathleten zählt heute über 100 Mitglieder, darunter erfreulicherweise zahlreiche Kinder und Jugendliche.

Bei den Landesmeisterschaften der Frauen und Männer im Jahr 2000 im neuen Stadion tauchte ein „alter Bekannter“ der Leichtathletikszene im Stadion auf. Dieter Krüger, der in der Zeit von 1968 bis 1980 zu den besten Zehnkämpfern der damaligen DDR gehörte, übernahm fortan das Training der Kinder und Jugendlichen und hatte maßgeblichen Anteil am sportlichen Aufschwung der Abteilung. Er formte zahlreiche Talente zu Spitzenathleten, die auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt waren. Marianne Bußmann (mehrfache Deutsche Jugendmeisterin im Dreisprung), Adina Groth (Deutsche Vizemeisterin Weitsprung), Michael Weber (Deutscher Hochschulmeister über 200 Meter), Michael Amft (Norddeutscher Meister Kugelstoßen) und Franziska Müller (Trainer Manfred Steffan – Norddeutsche Meisterin über 1500 Meter) waren einige von ihnen. Im September 2004 kam es auf Initiative von Dieter Krüger zu einem Treffen mit seinem ehemaligen Trainingskollegen vom SC Magdeburg, Klaus Schneider (damals Bundestrainer Kugelstoßen Frauen). Dabei waren auch Hans-Peter Bischoff von der Sportagentur Sports Live und Wettkampfwart Hans Weber. Es entstand die Idee, einen Mitteldeutschen Werfercup zu entwickeln. Diese Idee wurde nur einen Monat später im Beisein des Bundestrainers Wurf/Stoß, Jürgen Schult, zur Geburtsstunde des Schönebecker Solecups. Um die Wettkampfanlagen auch international wettkampftauglich zu machen, konnte Hans Weber die Firmen EP Bau aus Schönebeck und Storck Umweltdienste aus Magdeburg gewinnen. Die Wurfanlagen selbst entstanden dann über Arbeitsfördermaßnahmen der GESAS. Baufachlich war auch dieses Vorhaben von Sportfreund Horst Zabel unterstützt. Bis heute zählt der Schönebecker Solecup zu einem der in Deutschland bekanntesten Wurfmeetings.

Die Vorbereitungen zum 15. Solecup sind bereits in vollem Gange. In den vergangenen fünf Jahren konnten sich auch nach dem Weggang von Dieter Krüger zahlreiche Sportlerinnen und Sportler in die Landesbestenlisten eintragen. Claudia Schüßler (Sprint), Arne Nebelung, Skrollan Stina Lahne und Sebastian von Mackrodt (Speer) sind hier vertretend zu nennen. Vor allem die Senioren waren auch national und auf internationalem Parkett sehr erfolgreich. Werner und Holger Fettke sowie Norbert Hasselberg konnten sich in den vergangenen Jahren regelmäßig in die Sieger- und Platziertenlisten von Deutschen Meisterschaften im Wurfbereich eintragen. Zusammen mit Peer Fitzner errangen Holger Fettke und Norbert Hasselberg 2019 den Titel bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Wurffünfkampf. Werner Fettke (M75) gewann 2017 die Goldmedaille bei den Europameisterschaften im Gewichtwurf und wurde außerdem Dritter im Hammerwerfen. Sein Sohn Holger (M45) errang hier den zweiten Platz im Wurffünfkampf und wurde Dritter im Gewichtwurf. Zwei Jahre später (2019) errang Holger Fettke (jetzt M50) zwei zweite Plätze bei den Weltmeisterschaften im Hammer- und Gewichtwurf. Norbert Hasselberg erzielte bei dieser WM einen fünften Platz im Diskuswurf, einen sechsten Platz im Hammerwurf und einen zehnten Platz mit dem Gewicht.

Die Pandemie hat natürlich Lücken in die Mitgliederzahl gerissen, allerdings konnte die Abteilung über „Hausaufgaben“ – Übungen, die nach Vorgabe zu Hause absolviert werden mussten und durch die Trainer ausgewertet wurden – die meisten Athleten halten. Zum 160-jährigen Bestehen des Vereins möchten die Leichtathleten vor allem wieder ihre traditionellen Wettkämpfe und dabei als Höhepunkt den 15. Solecup durchführen. Im Rahmen des Vereinssportfestes am 17. Juli gibt es für alle die Möglichkeit, sich in verschiedenen Disziplinen auszuprobieren. Im nächsten Teil stellen sich die Schwimmer vor.

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