Genthiner Projekt „Mobiles Museum“

Das „Mobile Museum“ kommt vorbei

Um Interessierten die Geschichte des Jerichower Landes zugänglicher zu machen, geht das in Genthin ansässige Kreismuseum mit dem Projekt „Mobiles Museum“ neue Wege. Seit März diesen Jahres können sich Schulen, Kindertagesstätten oder Vereine das Museum in die eigenen Räumlichkeiten einladen.

Landrat Dr. Steffen Burchhardt (Mitte), Antonia Beran, Leiterin des Kreismuseums, und Museumspädagoge Moritz Weber präsentieren die Museumskoffer vom "Mobilen Museum". Foto: Landkreis
Landrat Dr. Steffen Burchhardt (Mitte), Antonia Beran, Leiterin des Kreismuseums, und Museumspädagoge Moritz Weber präsentieren die Museumskoffer vom "Mobilen Museum". Foto: Landkreis

Genthin (pm/trt). „Gerade für Schulklassen aus dem südlichen Teil des Landkreises ist ein Besuch im Kreismuseum schon durch die Anreise mit viel Aufwand verbunden, aber auch die Finanzierung solcher Ausflüge ist oft eine Hürde. Um trotzdem bei allen die Neugier auf die Heimat zu wecken, haben wir dieses Projekt ins Leben gerufen und kommen mit dem Museum einfach kostenfrei in die Klassenzimmer. Kinder und Jugendliche haben nun die Möglichkeit, die Geschichte der Region spannend und fachgerecht aufbereitet zu entdecken“, erklärt Landrat Dr. Steffen Burchhardt die Idee dahinter.

Mobiles Museum packt Museumskoffer

Je nach gebuchtem Thema beziehungsweise Modul packt Leiterin Antonia Beran dann die Museumskoffer. Vor Ort wird das Projekt von Museumspädagoge Moritz Weber begleitet: „Die inhaltliche Ausrichtung orientiert sich auch immer an den Lehrplänen der jeweiligen Schulformen und Klassenstufen. Während beispielsweise Kinder der fünften Klasse die eigene Gemeinde auf frühgeschichtliche Funde hin untersuchen, erfahren Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse, wie Jugendliche in unserer Region die Zeit des Nationalsozialismus erlebt haben.“

Die mitgebrachten Materialien des Museums bilden dabei lediglich die Basis. Im Laufe des Projektes, dessen Dauer von einem Tag bis hin zu mehreren Wochen variieren kann, sollen die Schülerinnen und Schüler selbst neue Erkenntnisse gewinnen. Das Mobile Museum lebt von den Ergebnissen der jungen Forscherinnen und Forscher. Besonders motivierend: Dank Roll-Ups und modularer Vitrinen kann anschließend in den eigenen Räumen eine Ausstellung gestaltet und von Familie und Freunden besucht werden. Außerdem werden die Ergebnisse in einer gemeinsamen Wanderausstellung des Kreismuseum zusammengefasst und an verschiedenen Orten im Landkreis präsentiert.

Dabei hilft auch die technische Ausstattung des Mobilen Museums, denn neben Tablets werden auch kleine Videokameras zur Verfügung gestellt, die zur Erkundung der bestehenden Exponate und zum Erstellen neuer genutzt werden können. „Ganz wichtig ist uns auch die Vermittlung von Methoden, denn den Zugang zu Geschichte erhält man meist nicht, in dem man Zahlen auswendig paukt“, lacht Landrat Dr. Burchhardt und fügt hinzu: „Wenn man lernt, wie man etwas recherchiert und es selber aufarbeitet, ist das oft wesentlich nachhaltiger“.

Der Einsatz des Mobilen Museums, das aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert wird, orientiert sich an der jeweils gültigen Corona-Eindämmungsverordnung. Anfragen von Vereinen, Schulen und Kitas für eine kostenfreie Buchung können per Mail an kreismuseumjl.genthin@web.de oder per Telefon an 03933/803521 gerichtet werden. Weitere Infos unter Kreismuseum Jerichower Land (lkjl.de)

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