Beobachtungen sollen gemeldet werden

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) stuft das Risiko eines Eintrags von HPAIV auch nach Deutschland im Laufe des Herbstes oder Winters 2020 als hoch ein. Um im Falle aller Fälle schnell reagieren zu können, hält der Bereich Veterinärwesen des Landkreises Börde einen Tierseuchennotstandsplan vor. Die Bevölkerung wird gebeten, insbesondere sichtbar unnormale Verhaltensweisen sowie Totfunde von Wasser- und Raubvögeln und den Fundort, vorzugsweise per Mail veterinaer-lebensmittel@landkreis-boerde.de, mitzuteilen.

Julian Nader aus der Kreisverwaltung kennt sich mit der Geflügelpest aus.  
Foto: Landkreis Börde
Julian Nader aus der Kreisverwaltung kennt sich mit der Geflügelpest aus. Foto: Landkreis Börde

Haldensleben (pm). Bei der Klassischen Geflügelpest (Hochpathogene Aviäre Influenza- HPAI) handelt es sich um eine hochansteckende Viruserkrankung des Geflügels. Sie verläuft beim Hausgeflügel meist unter schweren allgemeinen Krankheitszeichen und weißt eine sehr hohe Sterblichkeitsrate auf. Für den Menschen besteht die Gefahr einer Ansteckung durch intensiven Kontakt mit infiziertem Geflügel. Bei der Jagd auf Federwild sind die Anforderungen grundsätzlicher Hygiene einzuhalten. Erlegte Tiere dürfen nicht in Kontakt zu Hausgeflügelbeständen gebracht werden.

Julian Nader aus der Kreisvrwaltung erklärt: „Aufgrund der aktuellen Gefährdungsbeurteilung sind alle Halter von Geflügel aufrufen, ihre Biosicherheitsmaßnahmen zu überprüfen und konsequent einzuhalten. Sollten Krankheitsanzeichen wie Atemnot, Niesen, Teilnahmslosigkeit oder das Auftreten vermehrter Todesfälle in Ihrem Tierbestand festgestellt werden, ist das Amt (vorzugsweise per Mail) zu informieren. Bitte geben Sie Ihre Kontaktdaten an, wir setzen uns mit Ihnen in Verbindung.“ In letzter Zeit wurden mehrere Wildvögel in Norddeutschland positiv auf die Klassische Geflügelpest getestet, die zuständigen Behörden haben die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet. Seit Ende Juli 2020 wird aus Russland und Kasachstan eine Serie von Ausbrüchen der hochpathogenen Geflügelpest (HPAI) des Subtypen H5 bei Geflügel und Wildvögeln gemeldet. Diese Regionen liegen auf der Route von Wasservögeln, die im Herbst nach Europa und somit unter Umständen auch in den Landkreis Börde ziehen.

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