Arbeitsgruppe zieht Zwischenbilanz

Kürzlich trafen sich auf Einladung von Landrat Steffen Burchhardt die Bürgermeister beider Elbseiten Nicole Golz (Gemeinde Elbe-Parey), Andreas Brohm (Stadt Tangerhütte), Harald Bothe (Stadt Jerichow), Jürgen Pyrdok (Stadt Tangermünde) sowie Patrick Puhlmann (Landrat Landkreis Stendal) zu einem zweiten Arbeitstreffen in der Gemeinde Elbe-Parey, um sich über die weiteren Schritte zum Erhalt der Fährverbindung Grieben-Ferchland abzustimmen.

Die alte Fähre soll Mitte September in einer Tangermünder Werft technisch überprüft werden. Foto: Archiv/nhä
Die alte Fähre soll Mitte September in einer Tangermünder Werft technisch überprüft werden. Foto: Archiv/nhä

Burg (pm/nhä). Zentraler Punkt war die Detailanalyse zur Elbströmung, Wassertiefe und den vorhandenen Elbanlegern, die von Heinz Baltus, geschäftsführender Gesellschafter der Hydrowacht GmbH und Mitglied des Kreistages Jerichower Land, vorgestellt wurde.
Aus der Untersuchung ergibt sich, dass sowohl die alten als auch die neuen Anleger bei den gegebenen Strömungsverhältnissen für den Betrieb einer Gierseilfähre nicht ohne weiteres nutzbar sind. Zum einen liegen beide Anleger außerhalb der Elbströmung und zum anderen ist der Neigungswinkel der alten Fähranleger nicht geeignet, um bei unterschiedlichen Wasserständen gefahrlos auf die Fähre zu gelangen. Abhilfe könnte die Verkürzung eines Buhnenkopfes auf Griebener Seite oder eine weitere Verlängerung der Anleger in die Elbe verschaffen. Beide Maßnahmen benötigen die Zustimmung des Wasserstraßenschifffahrtsamtes. Die Herrichtung der Anleger und der Zuwegung verursachen nach erster Schätzung einen finanziellen Aufwand in Höhe von etwa 500 000 Euro. Zudem ist die Elbe auf Höhe der Fähranleger in Teilbereichen zu flach. Diese wiederkehrende Versandung auf einer Fläche von ca. 1000 Kubikmetern müsste einmal jährlich entfernt werden. Die Kosten hierfür würden pro Jahr etwa zwischen 7500 bis 10 000 Euro betragen.

Einig ist man sich darüber, dass die vorhandene Motorfähre der Gemeinde Elbe-Parey nun an Land genauer untersucht werden soll. Dabei soll der Zustand der Fähre dokumentiert und die notwendigen Investitionen für einen sicheren Betrieb aufgezeigt werden. Hierfür wurde die Fähre bereits in eine Werft nach Tangermünde verbracht. Mitte September wird die Schiffsuntersuchungskommission (SUK) die technische Prüfung des Schiffes durchführen. Die daraus resultierenden Ergebnisse werden Gegenstand des nächsten Arbeitstreffens Ende September sein. Dabei soll auch geklärt werden, ob und zu welchen Kosten der bestehende Schottelantrieb durch andere Antriebsarten ausgetauscht werden kann, um die Zuverlässigkeit der Fähre zu verbessern und den Betrieb auch bei niedrigen Wasserständen zu ermöglichen. So können Fähren mit alternativen Antriebsarten bis zu einer Tiefe von 1,35 Metern verkehren und sind damit deutlich mehr Tage betriebsfähig.

Eine Diskussion der möglichen Betreibermodelle halten die Verantwortlichen derzeit noch für verfrüht. „Wir wollen die Fährverbindung erhalten und sind auf einem guten Weg, aber es fehlen noch einige gesicherte Erkenntnisse. Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam ein tragfähiges Konzept inklusive Kostenschätzung für die Betreibung zu erarbeiten. Das werden wir tun. Die Räte müssen dann am Ende entscheiden, ob sie den Fährbetrieb dauerhaft finanzieren wollen“, lautet das Zwischenfazit von Landrat Burchhardt.

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