Informationen online zum Thema Darmkrebs

Über 4 Millionen Menschen in Deutschland haben eine Veranlagung zum Darmkrebs. Anlässlich des Darmkrebsmonats März informiert die Helios Klinik Jerichower Land über das Thema Darmkrebs – von der Prävention über die Vorsorge hin bis zur Diagnose.

Alles Wichitige zum Thema Darmkrebs weiß Dr. med. Sven Kolfenbach, Chefarzt der Klinik für Inneren Medizin.
Foto: Thomas Oberländer, Helios Kliniken GmbH
Alles Wichitige zum Thema Darmkrebs weiß Dr. med. Sven Kolfenbach, Chefarzt der Klinik für Inneren Medizin. Foto: Thomas Oberländer, Helios Kliniken GmbH

Burg (trt). Dahinter verbirgt sich ein bösartiger Tumor im Darm. Bei jährlich rund 65.000 Neuerkrankungen in Deutschland gehen 30 Prozent auf ein familiäres Risiko zurück. Besonders häufig sind Dickdarm und Mastdarm betroffen. Krebs im Dünndarm hingegen sehr selten. Durch vermehrte Zellteilung entstehen Darmpolypen, kleine Wölbungen der Darmschleimhaut. Sie gelten als die Vorstufe zu Darmkrebs. Innerhalb von zehn Jahren können sie entarten und bösartig werden. Erkennt und entfernt man die Darmpolypen rechtzeitig, könnten bis zu 90 Prozent aller Darmkrebserkrankungen verhindert werden. Das macht die Darmkrebsvorsorge so wichtig und erfolgreich.

Familiäres Risiko und Ernährung sind Ursachen für Darmkrebs

Eine Ursache für Darmkrebs ist neben dem familiären Risiko auch die Ernährung. Um das Darmkrebsrisiko zu senken, ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung von Vorteil. Empfohlen wird, wenig rotes Fleisch, dafür mehr Obst und Gemüse zu essen. Gleichzeitig sollte man auf eine ballaststoffreiche und fettarme Kost achten. Auch das Gewicht spielt eine Rolle. Ideal ist ein Normalgewicht mit einem Body-Maß-Index unter 26. Auf Alkohol und Zigaretten sollte verzichtet und sich mindestens 30 Minuten pro Tag aktiv bewegt werden. Aber nicht immer schützt ein gesunder Lebensstil vor der Darmkrebserkrankung. Darmkrebs kann auch erblich oder familiär bedingt sein.

Darmkrebs-Vorsorge spätestens ab 50 Jahren

Der erste Schritt zur Vorsorge ist ein Gespräch mit der Familie um das eigene familiäres Risiko abschätzen zu können. Das Vorsorgeprogramm gegen Darmkrebs richtet sich nach dem individuellen Darmkrebsrisiko. Auch die Häufigkeit und der Zeitpunkt der Untersuchung hängen davon ab, ob man zu einer sogenannten Risikogruppe gehört. Bei Menschen, die eine familiäre Vorbelastung haben, ist das Darmkrebsrisiko besonders hoch. Bei Verdacht auf erblichen Darmkrebs muss die Vorsorge sehr viel früher einsetzen als bei Menschen ohne erbliches Risiko. Für alle Menschen mit erhöhtem Darmkrebsrisiko - ob erblich, familiär oder wegen entzündlicher Darmerkrankung - werden die notwendigen Vorsorgemaßnahmen unabhängig vom Alter von den Krankenkassen übernommen. Ab einem Alter von 50 Jahren steigt das altersbedingte Darmkrebsrisiko. „Deswegen wird bei Frauen ab dem 50. Lebensjahr ein immunologischer Stuhltest sowie ab dem 55. Lebensjahr eine Vorsorgekoloskopie und bei Männern direkt mit dem 50. Lebensjahr eine Vorsorgekoloskopie empfohlen“, erklärt Dr. Sven Kolfenbach, Chefarzt der Klinik für Inneren Medizin.

Es gibt verschiedene Vorsorgeuntersuchungen, wobei die Darmspiegelung die effektivste ist. „Tumorvorstufen können schon sehr früh erkannt und sofort entfernt werden. Es sind keine weiteren Eingriffe nötig“, erklärt Dr. Martin Lehmann, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Bei der ambulant durchgeführten Darmspiegelung kann der Patient trotz Kurznarkose meist nach weniger als zwei Stunden schon wieder nach Hause. Viele Fälle von Darmkrebs könnten verhindert werden, wenn das Vorsorgeangebot besser angenommen werden würde. Aufgrund der aktuellen Lage sind Informationsveranstaltung noch nicht möglich. Ersatzweise wird über Social-Media, die Webseite der Helios Klinik Jerichower Land sowie in den lokalen Medien die Bevölkerung über die Gesundheit rund um die Mitte unseres Körpers aufgeklärt.

Mehr zum Thema Darmkrebs erfahren sie unter diesem Link: Innere Medizin in der Helios Klinik Jerichower Land (helios-gesundheit.de)

Umgang mit Corona und ständigen Sorgen

15.04.2021

Expertin verrät wie man den Sorgen adé sagt Gartenarbeit Viele der Dinge, mit denen wir…

Wird Flößerei zum Weltkulturerbe?

14.04.2021

Altes Handwerk der Flößerei bewahren Wird die Flößerei als Weltkulturerbe anerkannt? Frank Thiel wäre begeistert.…

Neue Wipperbrücke fertiggestellt

14.04.2021

Bauarbeiten neben Wipperbrücke gehen weiter Betriebsleiter Ralf Felgenträger, Landrat Markus Baue rund Ilberstedts Ortsbürgermeister Lothar…