Genthiner Feuerwehr fordert Neubau einer Wache

Neue Wache ist größtes Projekt der Feuerwehr Genthin

Feuerwehr Genthin hat einen Wunsch - eine moderne Wache.  180 Einsatzkräfte gehören zur Genthiner Feuerwehr, die sich auf neun Ortswehren verteilt. Doch kein Einsatz funktioniert ohne Technik, die von Zeit zu Zeit modernisiert werden muss. Für dieses Jahr spricht Stadtwehrleiter Achim Schmechtig von zwei neuen Einsatzfahrzeugen, die in Kürze ausgeliefert werden.

 

Ingo Wille (links) und Michael Voth erklären die Technologie eines Spannungswarners. Das Gerät zeigt bei überfluteten Kellern an, ob Strom im Spiel ist. Foto: Falk Heidel
Ingo Wille (links) und Michael Voth erklären die Technologie eines Spannungswarners. Das Gerät zeigt bei überfluteten Kellern an, ob Strom im Spiel ist. Foto: Falk Heidel

Dem Genthiner Stadtrat präsentierten Schmechtig und seine Führungskräfte diverse neue Einsatztechnik im Wert von 84.000 Euro. Größte Position ist eine Serie neuer Einsatzhelme im Wert von 35.000 Euro. Altenplathows Wehrleiter Christian Giese sagte über den F220 von Schuberth: „Die neue Technologie mit integriertem Visier und Lampenhalter sowie Nackenschutz hilft dabei, dass unsere Kameraden gesund von den Einsätzen zurückkehren.“ Wichtig für Feuerwehrleute im Brandgeschehen ist eine schnelle Kopfgrößenverstellung zur Anpassung von Atemschutzmasken. So ein Helm der neuesten Generation kostet 275 Euro pro Stück und wiegt ein Kilo. Allerdings hatten sich einige Ortswehren wie Dretzel und Parchen per Sponsoring über die jeweiligen Fördervereine andere Helmvarianten besorgt.

Neu bei der Genthiner Feuerwehr sind zwei sogenannten Spannungswarner. „Solche Geräte können Leben retten“, sagt Michael Voth. Der Sensor dieses Prüfgeräts für gefährliche Spannung in Wasser wird vor dem Betreten des überfluteten Raumes in das Wasser geworfen und erst nach dem Ende des Einsatzes wieder geborgen. Voth zufolge gab es im Sommer mehrere Einsätze für die Genthiner Wehren wegen überfluteter Keller. „Es kommt häufiger vor, dass sich die Stromversorgung von Eigenheimen im Keller befindet“, sagte Gladaus Wehrleiter Ingo Wille. Die neun Wehren müssen sich zwei Geräte teilen, die die Stadt inklusive Zusatzteile für 6500 Euro angeschafft hat.

Eine Tragkraftspritze der neuesten Generation stellte Dirk Röber vor. Das Vorgängermodell stammt aus dem Jahr 1992 und klang mit seinem Zweitaktmotor wie ein Trabant. Röber: „Das neue Gerät für 17.000 Euro verfügt über einen Drei-Zylinder-VW-Industriemotor plus Beleuchtung.“ Und: „Man kann sich bei laufendem Motor noch unterhalten.“ Hinzu kommt die Neuanschaffung eines Schlauchboots für 4500 Euro. Röber: „Das Boot ist innerhalb einer Minute aufgeblasen.“ Zur Modernisierung der Wehr gehören auch die 55 digitalen Funkmelde-Empfänger. „Schließlich beginnt jeder Einsatz mit der Alarmierung“, sagte Achim Schmechtig. Weitere Empfänger werden folgen. Übrigens funktioniert die analoge Alarmierung nach wie vor über elf Sirenen in Genthin und den Ortsteilen.

Um die Genthiner Feuerwehr weiterhin im gesetzlichen Rahmen auszustatten, muss die Stadt auch im kommenden Jahr enorm investieren. Dazu gehören fünf Einsatz-Fahrzeuge für insgesamt 1,2 Millionen Euro. Größtes Projekt der Zukunft ist für Schmechtig und seine 180 Einsatzkräfte der Neubau der Genthiner Feuerwache. Der Stadtwehrleiter sagt: „Wir wünschen uns keinen Palast, sondern ein praktisches Funktionsgebäude, das alle Anforderungen der fachgerechten Arbeit laut EU-Richtlinien erfüllt. Dazu gehören seiner Ansicht nach Schulungsräume und ein Tausch-Lager für alle neun Ortswehren.

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