Vorschau und Rückblick auf Politik in Zerbst

Der Bürgermeister von Zerbst, Andreas Dittmann wendet sich in seinem Grußwort im General-Anzeiger am 10. Januar, an die Bewohner und Bewohnerinnen seiner Stadt:

Sehr geehrte Leserinnen und Leser, eigentlich würden zum Jahresende herzliche Grüße verbunden mit meinem herzlichen Dank für die Umsetzung vieler Projekte in unserem Stadtgebiet auf der Tagesordnung stehen. Bisher mündete das in meine Einladung zum Neujahrsempfang der Stadt Zerbst/Anhalt. Eigentlich, denn eigentlich hatten wir für das Jahr 2020 wohl alle ganz andere Pläne.

Andreas Dittmann, Bürgermeister der Stadt Zerbst/Anhalt. Foto: Gerhard Block
Andreas Dittmann, Bürgermeister der Stadt Zerbst/Anhalt. Foto: Gerhard Block

Zerbst (eb/bl). Mit den bis dahin in der Bundesrepublik Deutschland noch nicht dagewesenen Einschränkungen für nahezu alle Lebensbereiche in Folge der Covid-19-Pandemie, hat sich für jeden der Alltag verändert. Jetzt im Winter stehen wiederum Kontaktbeschränkungen auf der Tagesordnung und keiner von uns wusste bis vor wenigen Tagen, ob und wie ab 11. Januar Lockerungen der aktuellen Einschränkungen möglich sein werden.

Insofern hat jeder wohl sehr gemischte Gefühle beim Blick zurück. Das Jahr 2020 war ein Jahr, das spätestens im März aufhörte, „normal“ zu werden. Nahezu alles, was wir für Selbstverständlich und damit für unverzichtbar hielten, fiel Corona bedingt aus. Volks- und Heimatfeste, Sportveranstaltungen, Klassenfahrten, Konzerte, Kino oder Theater – all das gehörte nicht mehr zu unserem gewohnten Leben. Viele kreative Lösungen wurden gefunden, um zumindest einen Teil in neuer oder anderer Form realisieren zu können. Aber seine wir ehrlich, auch eine perfekte Videokonferenz kann die direkte Begegnung nicht ersetzen. Das Lachen spielender Kinder sollte zu unseren Spielplätzen und Parkanlagen gehören und Ausflugsziele wie das Umweltzentrum Ronney, der Europa-Jugendbauernhof in Deetz, das Landschulheim in Steutz oder das Wanderheim in Grimme sollten ganz selbstverständliche von Schulklassen besucht werden können. Der Besuch bei Eltern und Großeltern in Pflegeeinrichtungen und soziale Nähe sind abhängig vom Wortlaut der Eindämmungsverordnungen und mehr noch vom momentanen Infektionsgeschehen.

Handel, Handwerk und Unternehmer sehen sich großen Herausforderungen gegenüber, um den Weiterbestand zu sichern, Arbeitsplätze und Existenzen stehen in Rede. Derweil leisten Pflegekräfte und medizinisches Personal, aber auch Erzieher und Erzieherinnen sowie Lehrkräfte ihr Möglichstes, um zu helfen, wo es geht. 2020 war ein Jahr, das viele von uns gern hinter sich lassen werden. Aber es war auch ein Jahr, das uns gezeigt hat, dass soziales Engagement und Nachbarschaftshilfe viel auffangen können. Das an Birgit Brandtscheid verliehene Bundesverdienstkreuz für ihren Einsatz für die Zerbster Kindertafel steht stellvertretend für viele Bürgerinnen und Bürger, die sich engagiert einbrachten und geholfen haben.

Ich nutze darum diesen Beitrag im General-Anzeiger sehr gern, um mich bei Ihnen dafür zu bedanken, dass Sie sich gerade in einem solch schwierigen Jahr dafür eingesetzt haben, dass die Stadt Zerbst/Anhalt mit all ihren Ortsteilen eine lebens- und liebenswerte Gemeinde ist und bleibt. Ob unternehmerische Verantwortung, soziales Engagement, Sportsgeist, der Einsatz in Schulen, Kindertagesstätten oder Pflegeeinrichtungen, sei es die ständige Bereitschaft im Rettungsdienst, bei den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr, der Wasserwehr und der Wasserrettung sowie der Polizei, das Wirken in den vielen Vereinen in allen Lebensbereichen und auch das ehrenamtliche kommunalpolitische Engagement, all das zeichnet unsere Gemeinde aus und wird durch ganz persönlichen Einsatz mit Leben erfüllt.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie das Jahr 2020 trotz all der vielen Herausforderungen auch als ein Jahr in Erinnerung behalten, in dem wir dazu gelernt haben. In dem wir unmittelbar erfahren haben, was wirklich wichtig ist im Leben.
Für das Jahr 2021 wünsche ich Ihnen, dass Sie, dass wir gesund bleiben oder gesund werden und dass wir wieder ein Stück Normalität zurück bekommen und uns umso mehr auf all die Dinge freuen können, die wir 2020 nicht machen oder erleben konnten.

Mit herzlichen Grüßen und vielen guten Wünschen, Andreas Dittmann

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