Henry Hohmann ist Chef in 4. Generation

Seit 1895 besteht die Bäckerei Hohmann. Zunächst in Späningen, seit 1995 in Bismark. Kürzlich erhielten Wilhelm und Henry Hohmann anlässlich des 125-jährigen Bestehens ihres Familienbetriebes die Ehrenurkunde von Hagen Mauer, dem Präsidenten der Handwerkskammer Magdeburg, überreicht.

Henry und Wilhelm Hohmann erhielten  von Hagen Mauer, Präsident der Handwerkskammer Magdeburg, eine Auszeichnung zum 125. Firmenjubiläum. Foto: Axel Junker
Henry und Wilhelm Hohmann erhielten von Hagen Mauer, Präsident der Handwerkskammer Magdeburg, eine Auszeichnung zum 125. Firmenjubiläum. Foto: Axel Junker

Bismark (aju). „Mein Großvater hat 1895 die Bäckerei in Späningen übernommen“, erzählte Wilhelm Hohmann am Bismarker Standort des Betriebes. Bis dahin hatte Wilhelm Christoph Christian Andreas Hohmann in der Wassermühle Osterburg gearbeitet. 1995 erfolgte der Wechsel der Bäckerei nach Bismark. Wilhelm Hohmann lebt bis heute in Späningen im Haus seiner Großeltern.  Aktuell führt Henry Hohmann (55) die Bäckerei in vierter Generation.

Am 13. November 1995 wurde der neue Produktionsstandort in Bismark eröffnet. In dem Jahr übernahm er auch den Familienbetrieb. „Wir wollten eigentlich die Bäckerei in Späningen umbauen“, erzählte gestern Henry Hohmann. Das wäre aber zu kompliziert und wahrscheinlich auch zu teuer geworden. So kam es zum Neubau in Bismark. Henry Hohmann hat ursprünglich in Jeetze den Beruf des Elektrikers erlernt. Nach der Armee und mit der Wende schwenkte er dann doch noch zum Bäcker um. Zunächst die Berufsausbildung, dann zwei Jahre lang an den Wochenenden der Meisterbrief. „Das war keine leichte Zeit“, erinnert sich der 55-Jährige. Neben Meisterlehrgang, Backstube und Familie war kaum Platz für anderes. Ehefrau Kornelia arbeitet derzeit im Familienunternehmen Hohmann genauso wie Tochter Linda. In der Produktion sind fünf Mitarbeiter angestellt. Neben dem Geschäft in Bismark versorgen vier Verkaufswagen die umliegenden Dörfer.

Nun wurde die Bäckerei Hohmann für ihr 125-jähriges Bestehen ausgezeichnet. Hagen Mauer, der Präsident der Handwerkskammer Magdeburg, überreichte eine gerahmte Ehrenurkunde an den Inhaber Henry Hohmann und seinen Vater Wilhelm Hohmann. „Solche Jubiläen gibt es nicht allzu oft in Sachsen-Anhalt“, stellte Mauer fest. Von so einer Zahl sei er selbst noch sehr weit weg, erzählte der Schinner, der in Stendal eine Stahl- und Metallbaufirma betreibt. Zu den Gratulanten gehörte auch die Raiffeisenbank Kalbe-Bismark. Annegret Schwarz, die Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde Bismark, hatte im Vorfeld ebenfalls schon ihre Glückwünsche übermittelt. Zum kleinen Empfang wurden natürlich „Altdeutscher“ (Kuchen) und Kaffee gereicht. Für Henry Hohmann ist das Backen noch echtes Handwerk. Von den industriell hergestellten Backwaren hält er natürlich nichts. Bei Hohmanns wird noch nach hauseigenen und überlieferten Rezepten gebacken. Die „Renner“ sind laut dem Bäckermeister der Altdeutsche, die Eiche, die Weltmeisterbrötchen und das Mischbrot.

Wie viele andere Bereiche benötigt auch das Bäckerhandwerk Personal. Die Arbeitszeiten liegen nicht jedem. „Normal fängt die Produktion in der Nacht um 1 Uhr an“, erzählt Henry Hohmann. Und wann ist die Arbeit beendet? „Fertig sind wir, wenn alles fertig ist“, so Hohmann. Das wisse man nie. Es kann immer etwas dazwischenkommen. Einen festen Feierabend gibt es nicht. Im Gedankenaustausch mit dem Präsidenten der Handwerkskammer ging es natürlich auch um die Nachfolge im Betrieb. Das Problem besteht bundesweit und betrifft alle Bereiche. „Ein Nachfolger wäre natürlich gut“, erklärte Henry Hohmann. „Wir arbeiten dran.“
Von den drei Hohmann-Nachfahren Elisabeth (34), Linda (33) und Tim (18) besitzt die mittlere den Abschluss als Konditormeisterin. Sie arbeitet auch in der Bäckerei Hohmann mit. Ob sie das Geschäft einmal übernimmt, steht in den Sternen. „Sie mag ihren Beruf“, erzählt Kornelia Hohmann. „Die Geschäftsübernahme ist aber natürlich mit jeder Menge Verantwortung verbunden.“ Aber wie bereits beschrieben: Das 125 Jahre alte Familienunternehmen arbeitet an einer Lösung.

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