Springbreak in den Universal Studios

Stellas Austauschjahr in den USA neigt sich seinem Ende - umso spannender wird es. Die Schülerin aus Burg hat in den Frühlingsferien die Universal Studios ins Florida besucht und einen amerikanischen Schulball besucht.

Ich bin Stella. Foto: Stella Schlawin

Hallo liebe Leser, ich bin’s wieder, Stella. Seit fast einem Jahr lebe ich als Austauschschülerin in der Nähe von Indianapolis in den USA. Bevor ich im Juni nach Deutschland zurückkehren werde, möchte ich mich ein letztes Mal aus Amerika melden.

Meine Frühlingsferien, auch bekannt unter der amerikanischen Bezeichnung "Spring Break", sind zwar bereits einen Monat her, aber sie sind es trotzdem Wert, darüber zu berichten. Für meine Gastfamilie und mich ging es in den Sunshine State. Unser Trip startete am Flughafen in Indianapolis und führte uns nach Orlando in Florida. Vom Flughafen aus fuhren wir direkt zu unserem Hotel, das unmittelbar in der Nähe der Universal Studios lag.

Wir verbrachten zwei super spaßige aber auch anstrengende Tage in den Filmparks. Von „Man in Black“, über „Die Minions“ bis hin zu einer atemberaubenden „Harry Potter“-Themenwelt war für Jeden die passende Attraktion dabei. Besonders die „Harry Potter“-Welt versprühte Magie und hat mich als Fan unglaublich beeindruckt. Mit viel Liebe zum Detail wurden die aus den Büchern und Filmen bekannten Orte wie das Schloss Hogwarts, Hogsmeade und die Winkelgasse nachgebaut. Man konnte in Virtual Reality-Attraktionen Hogwarts auf einem Besen erkunden, mit einem Hippogreif durch den verbotenen Wald fliegen oder musste versuchen, Bellatrix und ihren Drachen beim Ausbruch aus der Gringotts-Bank zu entkommen. Abgerundet wurden beide Abende in den Universal Studios jeweils mit einem eisgekühlten Butterbier mit Blick auf den Sonnenuntergang.

Nach dem Besuch der Filmparks ging es für meine Gastfamilie und mich weiter zu unserem Hotel in Disney World Orlando. Ich glaube, es war einer der fröhlichsten und bezauberndsten Orte, die ich je gesehen habe. Ich war so glücklich, als ich mit meinen neu erworbenen Minnie Maus-Ohren durch die vier verschiedenen Parks spazierte, verschiedene Disney-Charaktere treffen durfte und in Bells Schloss neben Tassilo und Madame Pottine zu Mittag aß.

Einen Tag der Ferien in Florida verbrachten wir mit den Eltern und der Tante meiner Gastmutter Lori an einem Strand am Atlantischen Ozean, da diese sich dort als Rentner niedergelassen haben. Der gesamte Urlaub war voll faszinierender Erlebnisse, aber er war gleichzeitig auch kraftraubend.

Schulball-Besuch in den USA

PROM, der amerikanische Abschlussball für die Elft- und Zwölftklässler war ebenfalls eines der beeindruckendsten Erlebnisse meines Aufenthalts in den USA. Unter dem Motto „A Night under the Stars“ kamen am 4. Mai (auch als Star-Wars-Tag bekannt:  May 4th - „May the force be with you“) die Juniors und Seniors meiner High School in einem großen Saal eines Hotels zusammen, um gemeinsam zu feiern.

Mein Tag begann - typisch Mädchen - mit einem Termin im Nagelstudio, weiter ging es zum Friseur.  Nach weiteren Vorbereitungen traf ich mich am Nachmittag mit einer Freundin aus der Nachbarschaft, welche ein Senior ist, um Erinnerungsfotos zu machen. Eine Stunde später wurden wir von unseren Dates Felix und Josh abgeholt, um alle gemeinsam im Stadtzentrum von Noblesville Fotos zu machen. Wir hatten unglaublich viel Spaß beim Posieren und Rumalbern vor der Kamera.

Später ging es für uns vier in ein sehr schickes Restaurant, in dem bereits viele andere Schüler in ihren Ballkleidern und Anzügen zu Abend aßen. Nach Nudeln und einem riesigen Schokoladendessert ging es endlich zur Party Location. Wir wurden begrüßt von Lehrern in Star Wars-Kostümen und mit Laserschwertern. Nachdem alle Schüler vor Betreten des Ballsaals einen Alkoholtest gemacht haben, konnte der PROM endlich beginnen. Hunderte Jugendliche in den schönsten Kleidern und Anzügen drängten sich auf der Tanzfläche, um genug Platz zum Tanzen zu haben. Ganz typisch für Amerika wurde vom DJ überwiegend Rap und Pop gespielt, aber auch romantische Slowdances.

Gegen 22 Uhr wurden unter den Seniors der PROM-King und die PROM-Queen gekrönt. Die ganze Menge hat mit den Nominierten mitgefiebert, als diese auf der Bühne zitterten. Um 23 Uhr fand das ganze Spektakel leider auch schon sein Ende und wir mussten das Hotel verlassen. Glücklicherweise war die Nacht für meine Freunde und mich noch nicht vorbei. Wir fuhren direkt zu meiner Nachbarin, bestellten Pizza und ließen im Whirlpool die Nacht ausklingen. Man sagt PROM sei einer der schönsten Tage des High School-Lebens und das kann ich vollkommen bestätigen. Ich hatte unglaublich viel Spaß mit meinen Freunden und habe den Tag sehr genossen. Ich kann es jetzt kaum erwarten, in zwei Jahren in Deutschland meinen Abiball zu feiern.

Ich freue mich auf meine Rückkehr am 13. Juni. Auf meine Freunde, meine Eltern, auf gutes Essen, mein Bett … auf alles, was ich so sehr vermisst habe.

Nach meiner Rückkehr melde ich mich noch einmal, versprochen!

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