Auf dem Kreuzweg gegen die Kohlebagger

Kreuzweg: 500 Kilometer von Gorleben bis Garzweiler

In Gorleben setzte sich der Zug zum ersten Mal in Bewegung. Gut 500 Kilometer sollen zum 1. August zurückgelegt werden.

Kreuzweg von Gorleben bis Garzweiler - Jonas trägt das über zwei Meter hohe Kreuz. Er wird die 500 Kilometer nach Garzweiler zu Fuß laufen. Foto: nd
Kreuzweg von Gorleben bis Garzweiler - Jonas trägt das über zwei Meter hohe Kreuz. Er wird die 500 Kilometer nach Garzweiler zu Fuß laufen. Foto: nd

Clenze (nd). Jonas wird die gesamte Strecke mitlaufen. Das über zwei Meter große Kreuz trägt er oft auf seinen Schultern. Warum er sich das antut? „Gut 300 Meter vor meinem Schlafzimmer sollen die Kohlebagger stehen.“ Vor gut einem Jahr ist er nach Lützerath gezogen, einem Dorf an der Tagebaukante Garzweiler im Rheinland. Hier soll ein ganzes Dorf weichen, um weiterhin Braunkohle zu fördern. Das Wendland und das Rheinland sind gut vernetzt. So entstand schnell die Idee, einen Kreuzweg von Gorleben nach Lützerath zu organisieren. Gut sechs Wochen lang haben Elisabeth Hafner-Reckers und weitere Engagierte meist digital geplant, organisiert, diskutiert.

Ursprünglich war eine Strecke von 470 Kilometern mit markanten Haltepunkten vorgesehen. Am Ende wurden mehr als 500 Kilometer daraus. Das Kreuz zimmerte ein Tischler aus Waddeweitz, privat kam die gelbe Farbe drauf – analog den gelben Anti-Atom-Kreuzen, die im Wendland allgegenwärtig sind. „Ich habe hier so wundervolle Menschen kennengelernt“, ist Jonas begeistert. Die Truppe, die sich für den Weg zu Fuß entschieden hat, kommt mit den Menschen ins Gespräch. Flyer werden verteilt. Ziel ist es, den konsequenten Atom- und Kohleausstieg zu fordern – ebenso den  schnellen Ausbau regenerativer Energien und mehr Klimaschutz. Dazu gehört auch der Erhalt der Dörfer, die vom Braunkohleabbau bedroht sind.

Auch starker Regen hielt die Engagierten nicht davon ab, ihren Weg fortzusetzen. Herzlich werden sie empfangen. „Die Menschen sind sehr offen und zeigen großes Interesse an unserem Kreuzweg“, schildert Jonas. Er hat sich den Monat Juli frei genommen. Er möchte seine neue Heimat retten – für sich, für andere. Interessierte finden die aktuellen Stationen unter: www.kreuzweg-gorleben-garzweiler.de.

 

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