Der Lockdown hält Menschen von Suppenküche fern

Die Corona-Pandemie und der anhaltende Lockdown bringen neue Herausforderungen mit sich. Wo Menschen soziale Fürsorge benötigen, braucht es andere, die sich dieser annehmen. Deshalb sind im DRK-Regionalverband Magdeburg-Jerichower Land e. V. verschiedene soziale Dienste aktiv, die nicht allein jahreszeitbedingt auf besondere Situationen treffen. 

Der Lockdown erschwert die Arbeit der sozialen Dienste. Aus Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus besuchen immer weniger Hilfebedürftige die Wärmestube und Suppenküche. Foto: Christian Luckau
Der Lockdown erschwert die Arbeit der sozialen Dienste. Aus Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus besuchen immer weniger Hilfebedürftige die Wärmestube und Suppenküche. Foto: Christian Luckau

Magdeburg (pm). „Der Schutz der eigenen Gesundheit ist auch für viele Bedürftige in Magdeburg ausschlaggebend“, weiß die Leiterin der DRK-Geschäftsstelle Magdeburg, Britta Goehring zu berichten. In der Magdeburger Suppenküche und Wärmestube werden bedingt durch den Lockdown täglich weniger warme Speisen vor Ort eingenommen. Dies liegt auch dran, dass die Geschäftsstelle für Besucher ohne vorzeigbaren negativen Corona-Test geschlossen ist.

Im Lockdown nur Einlass mit negativem Testergebnis

„Das stellt natürlich ein Hemmnis für die Bedürftigen dar. Deshalb erhalten wir nun vermehrt Anfragen von betagten Bürgern, die sich freiwillig in Selbstisolation begeben haben, ob wir für sie Lebensmittel einkaufen können. Dies geht personell leider nur bis zu einem bestimmten Punkt, weshalb wir eine Abholung ohne persönlichen Kontakt eingerichtet haben“, so Goehring. Überall verzeichnen die Leiterinnen mehr Anfragen und damit einen höheren Bedarf an Kleidung bei gleichbleibendem Spendenaufkommen. Die Kleidercontainer werden weiterhin geleert und Kleidung kann in den Kleiderkammern abgegeben werden.

Ein ganz anderes Feld in den sozialen Diensten ist die vorbeugende Suchtprävention. Hier sieht die Fachkraft Tobias Rudolph, erst einmal keine Veränderungen. Wohl auch deshalb, weil derzeit keine Termine für Suchtprävention vor Ort vergeben werden können. „Für die Zeit nach dem derzeitigen Lockdown gibt es bereits Termine“, informiert er und sieht vor allem die Hauptarbeit in den Suchtberatungsstellen. „Falls es Hilfestellungen zur Suchtprävention gibt, die keinen Aufschub dulden, sind wir natürlich auf elektronischem Wege unter fachkraft-praevention@drk-mdjl.de und per Telefon über 0173/3049518 erreichbar“, fügt er abschließend an.

Hilfe suchen auch viele Migranten gerade in der Corona-Zeit in der DRK-Migrationsberatung. Der fehlende persönliche Kontakt erschwert in diesem Feld vieles. Eine Wichtigkeit besteht auch in Bezug auf den Eigenschutz der DRK-Fahrdienstmitarbeiter. Nicht die Fahrten an sich haben sich geändert, aber die Bedingungen, unter denen die Patienten transportiert werden. Das Tragen von FFP2-Masken und die Reduzierung des Patientenkontaktes worden eingeführt.

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