Herzenswunsch erfüllt

Die Zeiten sind Besondere und machen das Agieren eines Vereines nicht leichter, daher war es dem Magdeburger Domglockenverein eine besondere Freude, ihre Hauptstifterin Barbara Ackermann aus Göttingen im Dom persönlich begrüßen zu können, um ihr den aktuellen Stand bei der Wiederherstellung des vollständigen Domgeläutes zu präsentieren.

Die 98-jährige Barbara Ackermann aus Minden kehrt noch einmal in die alte Heimat zurück, um den Dom zu besuchen. Foto: Ackermann
Die 98-jährige Barbara Ackermann aus Minden kehrt noch einmal in die alte Heimat zurück, um den Dom zu besuchen. Foto: Ackermann

Magdeburg (red). Frau Ackermann hatte sich so sehr gewünscht, in ihrem 98-igsten Lebensjahr noch einmal in ihrer Geburtsstadt „ihren“ geliebten Magdeburger Dom besuchen zu können, in dem sie einst Domchorsängerin war und somit viele Erlebnisse und Erinnerungen verbindet. Ihr Freund Kay-Uwe Schütz und dessen Ehefrau Maria haben dieses nicht ganz unproblematische Unterfangen in die Hand genommen und die Fahrt mit einem für Rollstuhlfahrer geeigneten Kleinbus organisiert. Frau Ackermann war die Freude anzusehen, mit der sie am Mittagsgebet teilnahm, dann eine Spezialführung durch den Dom genießen konnte und schließlich ein Exklusivkonzert von Domorganist Barry Jordan auf der Hauptorgel hören durfte, schließlich hatte sie auch beide großen Orgelprojekte großzügig unterstützt in der Vergangenheit.

Ihr besonderes finanzielles Engagement für die zwei Orgelneubauten, das „Goldene Band“, die Nordturmstufen oder die Restaurierung des Lettners sei herausragend und ein wichtiger Meilenstein in der heutigen Domrestaurierung gewesen, sodass ihr Engagement für die nächsten Generationen noch lange sichtbar sein wird. Barbara Ackermann erzählt von ihrer Domvergangenheit, als läge nur ein Steinwurf dazwischen, wie sie als Domchorsängerin im zarten Alter von 10 Jahren begonnen hat und immer schon sie die Akustik und Ausstrahlung des Domes faszinierte. Leider musste sie damals vor den Bombenangriffen des zweiten Weltkrieges mit ihren Eltern nach Göttingen flüchten, wo sie bis heute lebt.

Der Domglockenverein wurde nach knapp dreijähriger Vorarbeit am 10. März 2018 gegründet. Der Verein Magdeburg e.V. ist heute bei 144 Mitgliedern. Das große Ziel ist es das Domgeläut aufgrund seiner besonderen Bedeutung wieder mit 12 läutbaren Glocken auszustatten. Dazu müssen die unter dem Ist-Zustand beschriebenen Glocken durch 8 neue Glocken ergänzt werden. Außerdem muss die „Dominica“ repariert werden, damit sie wieder geläutet werden kann. Nur so erhält der Magdeburger Dom wieder ein vollwertiges Kathedralgeläut, wie es jede Kathedrale selbstverständlich besitzt, die der Bedeutung des Magdeburger Domes entspricht.

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