Familienstand? Ich bin verheiratet.
Beruf? Ich bin Rentnerin. Früher war ich Finanz-Ökonom.
Von hier? Ich bin geboren in Merseburg und lebe seit 1947 in Magdeburg.
Ihr Lieblingsort in Magdeburg? Die Freiräume an der Elbe.
Lebensqualität ist für mich? Die Sicherung des Lebensunterhalts und einiger kleiner Extras, zum Beispiel auch ein gutes Buch.
Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine Bürgerbibliothek einzurichten? Ausgangspunkt für die Bibliothek war das Brachflächenmanagement und die Bierkastenaktion 2005 auf dem Gelände, wo heute das Freiluft-Lesezeichen steht. Die Idee kam von den Karo-Archtekten. Die haben uns mit ins Boot geholt und wir haben die erste Bibliothek „Lesezeichen Salbke“ betrieben. Zuerst in der Blumenberger Str.2, in einem baufälligen Haus. Dort gab es weder Strom noch Wasser und auch keine Heizung. Im Oktober 2007 hat uns die Wobau unsere jetzigen Räume zur Verfügung gestellt, gegen Zahlung der Nebenkosten und einem symblischen Euro.
Sie haben ja auch eine Kinderbibliothek. Welche Bedeutung haben Bücher für junge Menschen? Für Kinder sind Bücher sehr wichtig, einmal um das Bildungsspektrum zu erweitern und die Fantasie anzuregen.
Was macht die Freiluftbibliothek im Winter? Das wissen wir noch nicht genau. Wir werden solange es geht dort Bücher zur Verfügung stellen.
Machen Sie sich Sorgen um Bücherdiebstahl?
Nein! Bei uns kann jeder Bücher unbegrenzt ausleihen so viel und solange er möchte. Damit er erinnert wird, woher er das Buch hat, bekommt jedes Buch lediglich einen Stempel „Salbker Lesezeichen“. Irgendwann landet das Buch dann wieder bei uns.
Inwiefern wird der Stadtteil mit dem Lesezeichen aufgewertet? Das Lesezeichen mit seinem ungewöhnlichen Äußeren ist ein Hingucker. Es soll dazu dienen die Hauseigentümer zu motivieren hier wieder Geld einzusetzen und die Häuser herzurichten.